
Wie alle Sinnesorgane ist auch das Auge bei der Geburt nicht voll entwickelt. Das Sehen wird erst Schritt für Schritt gelernt. Dabei geht das Gehirn als Schaltzentrale der visuellen Wahrnehmung sehr erfinderisch vor:
Sieht ein Auge schlecht, wird es immer weniger am Sehvorgang beteiligt, weil das Gehirn das gut sehende Auge bevorzugt und das Sehschwache immer mehr unterdrückt. Diese ständige Unterdrückung führt dazu, daß das Sehvermögen des schwachen Auges immer schlechter wird und das beidäugige weiträumige Sehen schlimmstenfalls verloren geht.